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Nein zu Überwachung! Ja zu einem solidarischen Kalk! Gözetlemeye hayır! Dayanışmalı bir Kalk için!  Non à la surveillance! Pour un quartier solidaire! Against surveillance! For a solidary neighborhood!


Samstag, 05. März 2022 

Kommt zum Stadtteilrundgang gegen Überwachung und für ein solidarisches Kalk!


Kalk Post, Köln-Kalk


Ab März 2022 sollen die Kalker Hauptstraße zwischen Kalk-Polizeipräsidium und Kalk-Kapelle/Bezirksrathaus, Teile der Kalk-Mülheimer-Straße und der Bereich der S-Bahn-Haltestelle Trimbornstraße Tag und Nacht mit Polizeikameras überwacht werden. Das heißt Live-Beobachtung und mindestens 14 Tage Speicherung aller Aufnahmen. Ein Videomast in der Taunusstraße zeigt, dass der Bereich der Überwachung über die Kalker Hauptstraße weiter ausgedehnt wird. Wir, Menschen die hier in Kalk wohnen, arbeiten, leben oder zu Besuch sind, sind damit nicht einverstanden. 



Wir sind gegen die polizeiliche Videoüberwachung, weil


  •  Kameras nicht unterscheiden und uns alle zu Verdächtigen machen,


  • Kameras keine Straftaten, auch keine Gewalt verhindern, sondern sie höchstens aufzeichnen,


  •  Kameras rassistische Polizeikontrollen verschärfen, 


  • Kameras soziale Probleme nicht lösen und ihre Erscheinungsformen nur aus dem Sichtfeld verdrängen.



Wir sind für ein solidarisches Kalk, weil 


  • zu hohe Mieten und fehlende Unterstützung zu Obdachlosigkeit und Armut führen,


  • nur Sozialstrukturen die Folgen psychischer und sozialer Probleme abfedern können,


  • fehlende Drogenkonsumräume und die Kriminalisierungspolitik eine Gefahr für Drogenkonsument:innen und Kalker:innen sind,


  • Polizeikameras den Stadtteil Kalk als einen gefährlichen Ort darstellen und die Suche nach solidarischen Lösungen für Probleme verhindern.



Kommt zum Stadteilrundgang am 05. März 2022 und lasst uns gemeinsam für ein solidarisches Kalk und gegen Überwachung auf die Straße gehen. Gemeinsam finden wir bessere Lösungen für die Menschen in Kalk! Rundgang natürlich nur mit Abstand und Maske!



Anwohner: innen-Initiative „Kalk gegen Kameras“


Weitere Informationen zum Thema Kameraüberwachung findet ihr bei www.kameras-stoppen.org


 


„Polizeiliche Videoüberwachung in Köln-Kalk – Info und Kritik“


Freitag, 28.01.2022

19 Uhr im Saal des Naturfreundehauses

Kapellenstraße 9a, Köln-Kalk


Die Veranstaltung wird Online parallel über
Online LINK: https://streaming.media.ccc.de/
ausgespielt.


*Es können jederzeit über den Chat oder das Pad fragen eingeben werden, die dann live in der Veranstaltung diskutiert werden.

 

In den dollen Tagen, auch Karneval genannt, plant die Polizei Köln ihre nächste Ausweitung der Kameraüberwachung nun in Köln-Kalk. Einigen von euch sind möglicherweise die neuen Kameramasten im Bereich Bahnhof Trimbornstraße, Kalker Hauptstraße und Kalk Mülheimer Straße

aufgefallen, das Polizeipräsidium Köln installiert an diesen Masten 26 Überwachungskameras um den öffentlichen Raum rund um die Uhr zu überwachen.

 

Bei der Videoüberwachung öffentlicher Räume geht es vor allem um die Kontrolle von allem, was stören könnte. Der unmittelbare Zweck ist die Aufwertung der Einkaufsmeilen und Stadteile als Mittel der Standortkonkurrenz der Städte. Dazu werden innerstädtische Räume von ‚unansehnlichen Gestalten‘ gesäubert. An diesen Verdammten der Städte interessiert nicht, warum sie unansehnlich aussehen oder was sie in den jeweiligen Räumen tatsächlich vorhaben. Dass sie so aussehen, wie sie es tun, reicht zu ihrer Ausgrenzung völlig aus. Auf sie soll kein direkter Einfluss im Sinne einer Sozialpolitik genommen werden, stattdessen reicht es, wenn sie ihre ‚Unansehnlichkeit‘ dort zur Schau tragen, wo es niemanden oder zumindest nicht den Einzelhandel stört.

 

Das Fehlen jedweder sozialdemokratischen Sozialpolitik in der Debatte um Kameraüberwachung und ‚Sicherheit‘ ist kennzeichnend für das heutige Regime ausgrenzender Politik gegen die Verdammten der Städte. Das sichtbare Problem der Obdachlosigkeit erregt keine Frage mehr nach einer ‚sozialen Wohnungspolitik‘. Der Drogenkonsum erscheint nicht länger als Ausdruck der bedrängten Gestalten in einem brutalen kapitalistischen Konkurrenzwettbewerb, dem mit der Entkriminalisierung des Drogenkonsums und gesundheitssichernden Druckräumen sowie sozialpolitischen Integrationsmaßnahmen zu begegnen sei.

 

Der überdröhnende Sicherheitsdiskurs verdrängt zunächst in den Debatten jeden reformistischen Ansatz zu einer Lösung von sozialen Problemlagen, um sodann die brutale Vertreibung der Armen aus den Städten voranzutreiben

 

Nach unseren Informationen soll die Inbetriebnahme um Karneval herum abgeschlossen sein, daher möchten wir (www.kameras-stoppen.org & www.subversive-theorie.de) euch zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Kameraüberwachung und Widerstand einladen.

 

Zusätzlich bieten wir eine Online-Teilnahme an, über welche auch Fragen

und/oder Diskussionanregungen eingebracht werden können. Mehr

Informationen zu der Veranstaltung findet ihr auf kameras-stoppen.org[0].


Wendet euch bei weiteren Fragen oder Anregungen an mich oder an

info@kameras-stoppen.org.


Subversive Theorie und Kameras Stoppen Köln

 


Monsters of the Capital - 

ein Leitfaden zum Überleben des Zombie-Kapitalismus

 

 

Samstag, 6. November 2021, 18.30 Uhr

 

Naturfreundehaus Köln-Kalk (Kapellenstraße 9a)

 

 

"Es ist die größte Angst des 1%, dass wir nie vollständig zombifiziert sind, dass wir aufwachen und unsere Träume wieder ins Zentrum unseres Lebens stellen können." David McNally

 

Was erzählen uns die Geschichten von Zombies, Werwölfen & Vampiren über unser eigenes Leben? Wieso fasziniert uns das „Unheimliche“?

Welche verborgenen Geschichten sind Grundlagen kulturindustrieller Massenproduktionen von Zombiefilmen & Vampirgeschichten? 

 

Die Spurensuche einer „klassenkämpferischen Gedächtnispolitik“ (Foucault) kehrt zurück zu den Revolten der Industriellen Revolution. Wir folgen der Fährte von Marx, der in Geschichten und Erzählungen suchte, um die tatsächlichen Schrecken des Kapitalismus darzustellen - von der Kinderarbeit bis zur Ausrottung der indigenen Völker Nordamerikas, - vom Fabriksystem bis zum Sklavenhandel.

 

Die Kritik der politischen Ökonomie ist nicht nur eine Darstellung und Kritik des Kapitals, es ist eine auch Überarbeitung erzählter Geschichte der Monstrosität, die mit dem Aufstieg des Kapitalismus aufkam. 

 

Von literarischen Erfindungen einer Mary Shelley (Frankenstein) führt die Fährte über das Vergessen der alltäglichen, abgewerteten Lebensrealitäten zu den Revolten der arbeitenden Körper. Auf längst vergessenen Pfaden einer transatlantischen Erfahrungsgemeinschaft folgen wir der haitianischen Revolution und Okkupation, einem europäischen Früh-Antirassismus zur Diskussion um den Stellenwert und Problematiken marxscher Metaphern der scheinbaren Verzerrungen der „politischen Ökonomie“ - bis zur Kenntlichkeit & Kritik des „Schicksals“ der lebendigen Toten.  

 

Wir laden euch ein auf eine audiovisuelle Reise zu unseren Alpträumen, zu einer Kritik des Verdrängten...


Mitschnitte der Veranstaltung: 

Monster of the Capital – Part I: Freud, Frankenstein und die sezierten Körper des Proletariats 

Monster of the Capital – Part II: Vampire, Werwölfe und die marxsche Kritik der politischen Ökonomie 

Monster of the Capital – Part III: Vodou, Haiti – oder der Zombie als Figur der Unterwerfung und Rebellion 

Monster of the Capital – Part IV: Die Filmgeschichte des Zombies 

Mittwoch, 01.09.2021,


Naturfreundehaus Köln Kalk (Kapellenstraße 9a),


18:30 Uhr

Klima, Chaos, Kapital – wo bitte geht’s zur Mobilitätswende?

Diskussion über Strategien der Klimagerechtigkeitsbewegung  

 

mit Matthias Martin Becker (Autor, Journalist) &

Violetta Bock (Initiative Nahverkehr für alle, Die.Linke Kassel)

 

Mittwoch, 01.09.2021, Naturfreundehaus Köln Kalk, 18:30 Uhr

 

 

Die Klimakrise nimmt unübersehbar dramatische Ausmaße an. Doch die Klimapolitik  steckt in einer Sackgasse. Die herrschende Politik reagiert stets mit mehr vom selben: mehr „Emissionshandel“, mehr „technische Lösungen“, mehr „grünes Wirtschaftswachstum“, mehr leere Versprechungen. Durch höhere Verbraucherpreise soll der Kapitalismus ökologisch werden – diesmal wirklich, ganz ehrlich. Gleichzeitig schreitet die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen voran: vom Bienensterben bis zur Versalzung der Meere, vom Waldsterben zur Störung des Golfstroms. Die weltweit ansteigende Anzahl von Geflüchteten wegen der regionalen Auswirkungen der ökologischen Katastrophen ist eine der zunehmenden sozialen Folgen, speziell aufgrund der Klimakrise. 


Derweil präsentiert sich Anfang September die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München in neuen „green-washed" Gewand statt. Jedoch Individualverkehr und damit das Auto sind das signifikante Merkmal für eine kapitalistische, zunehmend neoliberale Gesellschaft des Jede/r gegen Jeden. Der automobile Kapitalismus bedeutet auch hierzulande eine weitgehende Ausgrenzung vieler Bürger*Innen, die immer stärker in das soziale Abseits gedrängt werden und beispielsweise durch Hochpreisigkeit des ÖPNV vom urbanem Leben ausgeschlossen werden.


In seinem Buch „Klima, Chaos, Kapital - was über den Kapitalismus wissen sollte, wer den Planeten retten will“ (2021) analysiert Matthias Becker, wie kapitalistische und ökologische Krisentendenzen zusammenhängen und erörtert, wie kollektive Lösungen gegen das Klimachaos aussehen könnte.

 

Violetta Bock von der Kassler "Initiative Nahverkehr für Alle" plädiert seit langer Zeit für einen bundesweiten kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Aus einer öko-sozialistischen Perspektive erläutert sie die zentrale Notwendigkeit weg von der Antriebswende hin zu einer grundlegenden Mobilitätswende zu denken und zu handeln.


Im Anschluss an die Inputbeiträge möchten wir in der Diskussion unter anderem mit euch folgenden Fragen nachgehen: 


-  Wie schaffen wir es, die Verbindung von ökologischen und sozialen Fragen aufzuzeigen?


-  Kann über den Begriff "verbindende Klassenpolitik" ein Beitrag zur Überwindung von gewerkschaftlicher Orientierung versus Ökobewegung erbracht werden?


-  Ist angesichts des Zeitdrucks, durch die Beschleunigung der Zerstörung der Lebensgrundlagen, eine deutlichere Entschiedenheit in den Auseinandersetzungen um echte Klimagerechtigkeit notwenig?


Eine Veranstaltung von Subversive Theorie, Antifa AK Köln, NaturfreundInnen Köln-Kalk


Mitschnitte der Veranstaltung:

Nulltarif jetzt! Mobilitätswende bleibt Handarbeit! 

Klima, Chaos, Kapital – ein Debattenbeitrag zur Klimagerechtigkeitsbewegung 


Freitag, 21.06.19


Ort: Alte Feuerwache Köln

        (Südtrakt Großes Forum)

        (Melchiorstraße 3, 50670)

Uhrzeit: 19:00 - 22:00 Uhr

#Enteignen: Sozialismus per Grundgesetz?


70 Jahre Grundgesetz – 70 Jahre Staatskritik


Pünktlich zum siebzigsten Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sorgen Mietervereinigungen in Berlin bundesweit für Schlagzeilen mit ihrem Ziel das börsennotierte Immobilienunternehmen „Deutsche Wohnen“ enteignen zu wollen. Ein „Fossil“ der bundesrepublikanischen Verfassung, der Artikel 15 des Grundgesetzes, das heißt eine Überführung von Unternehmen und Gütern aus privater in die öffentliche Hand, soll mittels Volksbegehren, in Anschlag gegen die Wohungsspekulanten in Berlin gebracht werden.


Dass solche „Sozialisierungs“-Gedanken auf entschiedenen Widerspruch von einigen Lobbyisten, Parteien und Kapitalvertretern stossen, ja von ihnen nahestehenden Rechtswissenschaftlern eine Revision der Verfassung in Richtung einer Festschreibung der „sozialen Marktwirtschaft" erwogen wird, zeigt, dass die verfassungspolitische Interpretation ein gesellschaftliches Konflikt- und Kampffeld darstellt.


Auch die linken Sichtweisen auf das Grundgesetz unterscheiden sich über die strategischen Möglichkeiten, tiefgreifende soziale und ökologische Veränderungen durchzusetzen. Die Fragen, ob durch eine Anwendung und Erweiterung der demokratischen und sozialen Rechte des Grundgesetzes ein grundlegender Wandel in Richtung zum Sozialismus möglich, oder aber der Staat schon seiner Form nach auf die Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaftsordnung verpflichtet ist, spielten in den vergangenen siebzig Jahren linker Staatskritik eine wichtige Rolle.


Auch in der aktuellen Auseinandersetzung um die Möglichkeiten einer neuen „Sozialisierungspolitik“ gilt es, die theoretischen wie praktischen Ansätze linker Staatskritik in Erinnerung zu rufen und darüber zu diskutieren, welche Analysen und strategischen Möglichkeiten die heutigen Linken haben, dem Sozialismus einen Schritt näher zu kommen. Dabei sollen einführende Referate eine kritische Debatte über die Perspektiven der gesellschaftlichen Linken unterfüttern:


Felix Klopotek, Journalist bei Stadtrevue und Konkret,


Dr. Paul Oehlke, Sozialwissenschaftler, Sozialistisches Forum Rheinland, Rosa Luxenburg Stiftung NRW


Unterstützer*innen der Veranstaltung:

Antifa  Ak Köln, campus:grün HSG Köln, Der Wendepunkt HSG Uni Köln, Diskursiv Aachen, Interventionistische Linke Köln, Recht auf Stadt Aaachen,  Sofor Rheinland, TTE Bücherei Köln


Hinweis auf weitere Veranstaltung:


Am Montag, den 17. Juni 19, hat die IL Köln Genoss*innen aus Berlin eingeladen, um über Strategien für eine sozialistische Stadt zu diskutieren. 19 Uhr, ALte Feuerwache Köln. Weitere Inofmationen.


Materialien zur Vorbereitung auf die Veranstaltung:


Zur aktuellen Vergesellschaftungsdebatte, 05.05.2019, Sofor Rheinland. von Paul Oehlke.


Soziale Demokratie und Transformationsstrategie. Zu Wolfgang Abendroths Verfassungspolitik.

Widerspruch 57 (29.Jg./2.Hj.2009) von Paul Oehlke



Theorie und Praxis des Kampfes um bezahlbaren Wohnraum, 19.04.2018, Jungle World. von Felix Klopotek



Die idealisierte Verfassung: ...Eine trügerische Hoffnung

23.05.19, Junge Welt, von Albert Krölls.


Das Unbehagen am Staat: Staatskritik bei Wolfgang Abendroth und Johannes Agnoli. Standpunkte 25/2010 von Richard Heigl.


Vergangene Veranstaltungen


Ein Abend über den Versuch und den Verrat der Revolution 1918/1919


Mit dem nö theater und Daniel Kulla.


Fr. 23.11.2018, 18 Uhr, Kreutzerstr. 5-9 (Nähe Bhf West)


Die Revolution von 1918/1919 steht im heutigen Erinnerungsdiskurs für die Überwindung der deutschen Kaiserlichen Monarchie, die Durchsetzung des Frauenwahlrechts, die gesetzliche Festschreibung des Achtstundentages und die Installation von Betriebsräten. Aber sie hätte noch viel weiter gehen können.

Tout va bien! - mit politischer Debatte über Film und Revolte


Samstag, der 15. Dezember 2018

19 Uhr, LC 36


Eine Reise zurück in die Zukunft  der Linken, beginnt vlt. genau an dem geschichtlichen Punkt, wo die alte linke Gewissheit für „das Proletariat“ zu reden, fundamental in Frage gestellt wurde. In einer Zeit, wo die Klassenkämpfe in den Automobilfabriken in Italien und nicht nur die Lohnarbeit, sondern bereits in Anfängen die Gesellschaft als Fabrik in Grund und Boden streiken wollte, wo der Kampf um den Lohn für Hausarbeit, also die Frage nach Organisierung der sozialen Reproduktion der Gesellschaft, keine Angelegenheit eines Uniseminars, sondern tagespolitische Forderung war.


Kapitalistischer Realismus ohne Alternative?


Samstag den 09.02.19



Mark Fisher ist bekannt geworden mit  seinen Veröffentlichungen als K-punk im gleichnamigen  Blog und seinen Büchern  wie „Kapitalistischer Realismus ohne Alternative?“ beim VSA Verlag 2013.


Der in Köln lebende Autor Christian Werthschulte der als Übersetzer zwei der Bücher von Fisher,  dem politischen Theoretiker und Kulturwissenschaftler eng verbunden war, wird uns mit einem Einleitungsbeitrag zu Werk und Denken des 2017 verstorbenen Genossen hinführen.